Festival für Weltliteratur
21.–26.1.2019 – Köln

Veranstalter

Günter Blamberger (Veranstalter), Marta Dopieralski (Organisation) und Aris Fioretos (Kurator)

Das Internationale Kolleg Morphomata ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Exzellenzzentrum. Der Name ›Morphomata‹, griechisch für Gestaltbildungen, bezeichnet das Erkenntnisinteresse des Kollegs. Untersucht wird, wie durch kulturelle Artefakte, durch Werke der Kunst und Literatur Wissen geformt wird und wie ästhetische Ideen Antworten auf zentrale Fragen unserer Existenz geben. Seit 2009 kommen jährlich Fellows aus aller Welt an die Universität zu Köln, um in der interdisziplinären Forschungsgemeinschaft des Kollegs z.B. Figurationen des Schöpferischen, des Todes, der Herrschaft oder der Zeit zu untersuchen. Seit Frühjahr 2015 geht es um die Frage, wie sich durch Biographien und Porträts im Wandel der Zeiten und Kulturen ein Wissen des Besonderen gestaltet. Leitend für die Kollegarbeit ist der Dialog von Geisteswissenschaftlern und Schriftstellern in der gemeinsamen Analyse ästhetischer Ideen und in der Überwindung kultureller und disziplinärer Grenzen. Dem öffentlichen Diskurs über Themen der Weltliteratur dient auch die Poetica. Ihr jeweiliger Kurator gehört der Fellowgemeinschaft des Kollegs an und erarbeitet gemeinsam mit Günter Blamberger und Marta Dopieralski (in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung) die Themen und Veranstaltungsformen dieses internationalen Autorentreffens.

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, gegründet 1949, versammelt namhafte deutschsprachige Schriftsteller, Übersetzer, Kritiker und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland. Ihre Aufgabe sieht die Akademie vornehmlich darin:

  • Die Sprachentwicklung in der Verbindung von sprachwissenschaftlicher, literarischer und literaturkritischer Kompetenz aufmerksam zu begleiten;
  • Vergessene oder marginalisierte Literatur durch ihre Veröffentlichungen wieder ins Gespräch zu bringen;
  • In der Zusammenarbeit mit europäischen Literaturakademien und verwandten Institutionen in Deutschland literarische, sprach- und kulturkritische Themen zu erörtern;
  • Sich für den freien Austausch der Meinungen in Wort und Schrift einzusetzen und zu einer differenzierten Debattenkultur beizutragen;
  • Auszeichnungen wie etwa den Georg-Büchner-Preis für deutsch­sprachige Literatur an herausragende Autoren zu vergeben.

Finanziert wird die Arbeit der Akademie durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Kulturstiftung der Länder, das Land Hessen und die Stadt Darmstadt.